“Es liegt an euch, die Demokratie zu bewahren.”

— Margot Friedländer

Auch in diesem Schuljahr haben achtzehn Jugendliche unserer Schule die Möglichkeit bekommen, am Workshop“ „Streiten – aber richtig!“ teilzunehmen.

Am Dienstag, den 13.01. starteten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen in Stunde eins und debattierten, stritten, tauschten Argumente aus, hörten einander zu und respektierten auch andere Meinung, als nur die der eigenen Bubble. 

In zugewandter Art und Weise beschäftigten sich ein Coach und ein „Junior-Choach“ mit den Kindern, regten sie zum Nachdenken an, ließen sie sprichwörtlich „Stellung beziehen“, provozierten sie und kitzelten so Äußerungen aus ihnen heraus, die sich wohl im Regelunterricht nicht ergeben hätten.

Wahrscheinlich im Alltag auch durch die Tatsachen beeindruckt, dass ein gewisses Machtgefälle zwischen Schülerinnen und Lehrerinnen besteht und sich sicher nicht in jedem unterrichtlichen Zusammenhang Fragen von solcher Tragweite ergeben, konnten die unbekannten, neuen und recht jungen Trainer Gespräche anregen, verfolgen und lenken, die die jungen Erwachsenen zu Erkenntnissen verschiedenster Art gebracht haben.

Ob es das Einstehen für das eigene Argument war, das auch gegen Widerstände verteidigt wurde, oder es völlig in Ordnung ist, wenn man sich besseren Argumenten anschließt und nicht stur auf seiner Meinung besteht – in den Auseinandersetzungen wurde beides erlebt, erkannt und besprochen.

Es war auch wieder besonders zu sehen, wie weit und z.T. auch heterogen die Vorstellungen unserer Schülerinnen und Schüler sind, wenn es um Themen von Toleranz, Diversität und Freiheit geht. Wer hat welche Rechte und wo enden sie?

Fragen, die auch in anderen Kontexten höchst aktuell sind und die die Kids hier in einem geschützten Raum diskutieren konnten, ohne Angst zu haben, für die eigenen Vorstellungen angegangen oder gar ausgelacht zu werden.

So schafften die Anleiter*innen es, eine zugewandte, offene Atmosphäre zu schaffen, in der sich jede und jeder frei äußern konnte und sollte. Während einer simulierten Parlamentssitzung konnten die Jugendlichen dies in besonderer Weise zeigen, mussten sie doch die eigenen Argumente vortragen, Gegenargumente hören und zu einem gemeinsamen Beschluss finden.

Dies schafften unsere Schüler*innen auch wieder in ausgezeichneter Art und Weise, zeigten ihr Potential und wurden – wie auch die Gruppe aus dem Vorjahr – von den Trainern gelobt für ihre „Grundausstattung an Respekt, Zugewandheit und Offenheit“, die scheinbar bei uns an der Schule etwas ausgeprägter sind, als sie es vielleicht an anderen Schulen sind!

Lasst uns alle dafür einstehen, dass auch zukünftige Besucherinnen und Besucher unserer Schule feststellen, dass es bei uns besonders ist:

eine besonders freundliche Atmosphäre, besonders offene und respektvolle Kinder und Jugendliche, besonders zugewandte Lehrerinnen und Lehrer und offensichtlich eine Schulleitung, die das alles untersützt, fördert und auch einfordert.

Abschließend möchte ich mich noch im Namen aller Beteiligten beim Förderverein „On stage“ bedanken, da ohne ihre finanzielle Unterstützung kein Workshop zustande gekommen wäre und all die guten Ergebnisse nie erlebt worden wären.

Vielen Dank!