Zum zweiten Mal machte sich der Kunstleistungskurs der Jahrgangsstufe 12 auf den Weg ins Museum Ludwig nach Köln, um die Werke der japanischen Weltkünstlerin Yayoi Kusama zu erleben. Die Ausstellung bot einen faszinierenden Einblick in das Schaffen einer Künstlerin, die mit ihren unverwechselbaren Punkten (Polka Dots) und spektakulären Rauminstallationen internationale Bekanntheit erlangt hat.

Bereits beim Betreten der Ausstellung wurde deutlich, wie groß das Interesse an Kusamas Kunst ist. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher drängten sich durch die Ausstellungsräume, sodass ein ruhiges und intensives Betrachten der Werke nicht immer möglich war. Dennoch beeindruckten die vielfältigen Exponate durch ihre Kreativität und ihre außergewöhnliche Wirkung. Besonders gespannt waren viele Schülerinnen auf Kusamas Spiegelräume, die sogenannten „Infinity Mirror Rooms“. Diese Installationen erzeugen durch Spiegelungen, Licht und Farbe die Illusion eines scheinbar unendlichen Raumes. Die Besucher tauchen dabei in eine andere Welt ein, in der Grenzen verschwimmen und sich die Wahrnehmung verändert. Allerdings hatte der große Andrang auch seine Schattenseiten. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu den begehrten Räumen zu ermöglichen, durfte sich jede Person lediglich 45 Sekunden in den Spiegelsälen aufhalten. Trotz dieser Einschränkung hinterließ die Ausstellung einen bleibenden Eindruck. Die Werke Kusamas zeigten eindrucksvoll, wie Kunst Räume verwandeln und Emotionen hervorrufen kann. Besonders die Verbindung aus Wiederholung sowie Unendlichkeit regte zum Nachdenken an und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für die im Unterricht behandelten Themen. Die Exkursion bot den Schülerinnen die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst unmittelbar zu erleben und die Wirkung von Rauminstallationen aus nächster Nähe zu erfahren – ein Erlebnis, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.